Samstag, 5. September 2026

Was ist Slippage eigentlich genau?

Und warum es für dein Trading so unfassbar wichtig ist!

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Es gibt unglaublich viele Tradingbörsen und Broker. Und natürlich wollen sie alle Trader für ihre Plattform gewinnen.

Auf einen Punkt achte ich dabei aber ganz besonders:

Liquidität.

Also vereinfacht gesagt: Findet auf dieser Börse beziehungsweise in diesem Markt genügend Handel statt? Gibt es ausreichend Käufer und Verkäufer? Market-Maker?

Warum das wichtig ist, merkst du spätestens dann, wenn du einen Trade schließen möchtest.

Was ist Slippage?

Stell dir vor, du kaufst 100 Stück einer Aktie oder Kryptowährung für jeweils 100 USD.

Deine Position hat damit einen Wert von 10.000 USD.

Der Kurs steigt auf 105 USD und du möchtest verkaufen.

Auf deinem Chart sieht die Rechnung erst einmal wunderbar aus:

100 × 5 USD Gewinn = 500 USD Gewinn.

Du schließt deine Position.

Das Problem: Nur weil der Kurs gerade bei 105 USD steht, bedeutet das nicht automatisch, dass zu diesem Preis genügend Käufer vorhanden sind, um deine komplette Position zu übernehmen.

Vielleicht wird ein Teil deiner Position zu 105 USD ausgeführt, ein weiterer zu 104 USD, der nächste zu 103 USD und der Rest noch etwas tiefer.

Statt der erwarteten 105 USD liegt dein durchschnittlicher Verkaufspreis am Ende vielleicht nur bei 102 USD.

Diese Abweichung zwischen dem erwarteten Preis und dem Preis, zu dem deine Order tatsächlich ausgeführt wird, bezeichnet man als Slippage.

Slippage kann übrigens auch zu deinen Gunsten entstehen. Entscheidend ist zunächst nur, dass dein tatsächlicher Ausführungspreis vom erwarteten Preis abweicht.

Warum entsteht Slippage?

Ein Preis auf deinem Chart bedeutet nicht, dass du zu diesem Preis automatisch eine beliebig große Position kaufen oder verkaufen kannst.

Damit du verkaufen kannst, muss auf der anderen Seite jemand bereit sein zu kaufen.

Und je nachdem, wie viel Liquidität zu den jeweiligen Preisen vorhanden ist, kann deine Position auf unterschiedlichen Preisniveaus ausgeführt werden.

Je geringer die Liquidität und je größer deine Position im Verhältnis dazu ist, desto stärker kann sich dieser Effekt bemerkbar machen.

Besonders relevant kann Slippage bei starken und schnellen Kursbewegungen werden. Wenn sich der Markt innerhalb kürzester Zeit bewegt, kann sich der tatsächlich verfügbare Preis bereits verändert haben, bevor deine Order vollständig ausgeführt wurde.

Mein eigener Test einer Tradingbörse

Genau deshalb teste ich eine Tradingbörse grundsätzlich erst, bevor ich dort ernsthaft trade.

Bei einer dieser Börsen habe ich unter anderem einen Trade auf Apple gemacht.

Der Trade lief ins Plus und ich habe ihn mit Gewinn geschlossen.

Zumindest laut Chart.

Nach der tatsächlichen Ausführung schaute ich auf das Ergebnis – und aus meinem Gewinn war plötzlich ein Verlust geworden.

Der Grund war die Slippage.

Der tatsächliche Ausführungspreis wich so stark von dem Preis ab, den ich beim Schließen meines Trades gesehen hatte, dass aus dem vermeintlichen Gewinn am Ende ein Verlust wurde.

Damit war mein Test dieser Börse für mich auch direkt beendet.

Denn genau dafür teste ich eine Plattform vorher.

Eine Börse kann noch so viele Funktionen anbieten, niedrige Gebühren haben oder optisch großartig aussehen. Wenn die Liquidität beziehungsweise die Qualität der Ausführung für mein Trading nicht passt, möchte ich dort nicht traden.

Warum Liquidität für Trader so wichtig ist

Slippage zeigt sehr schön, warum du bei der Auswahl einer Tradingplattform nicht ausschließlich auf Gebühren achten solltest.

Was bringen dir extrem niedrige Tradinggebühren, wenn du bei der Ausführung deiner Trades regelmäßig einen schlechteren Preis bekommst als erwartet?

Gerade bei größeren Positionen oder kurzfristigen Trades können bereits relativ kleine Abweichungen einen spürbaren Unterschied machen. Wir traden nur auf Börsen, die ausreichend Liquidität haben und wir haben verschiedene Börsen für verschiedene Märkte. Und du solltest das auch!


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