Dienstag, 8. September 2026

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Die 4 Stufen zum unbewussten Können

Warum Wiederholung aus einer neuen Fähigkeit irgendwann etwas Selbstverständliches macht

Die 4 Studen des Lernens

Es gibt vier Stufen des Lernens. Und ich finde es wichtig, sie zu verstehen, wenn du in etwas wirklich gut werden möchtest.

Nehmen wir etwas ganz Einfaches: Schuhe binden.

Stufe 1: Unbewusst unfähig

Stell dir ein kleines Kind vor.

Es kann noch keine Schuhe binden. Seine Schuhe haben Klettverschlüsse und es weiß vielleicht noch nicht einmal, dass es überhaupt etwas wie Schuhe binden gibt.

Es kann etwas nicht – weiß aber auch nicht, dass es das nicht kann.

Das Leben ist schön.

Stufe 2: Bewusst unfähig

Dann sieht das Kind ein anderes Kind mit Schuhen und einer wunderschönen Schleife.

Plötzlich merkt es:

„Das kann ich nicht.“

Und schon fühlt sich die Sache anders an. Es möchte das auch können.

Also beginnt es zu lernen. Es fragt Mama oder Papa, schaut zu und probiert es selbst.

Aus dem Nichtwissen wird Lernen.

Stufe 3: Bewusst fähig

Irgendwann funktioniert es.

Das Kind kann eine Schleife binden – aber nur mit maximaler Konzentration.

Schlaufe machen. Festhalten. Andere Schnur herum. Durchziehen.

Und wehe, jemand quatscht dazwischen.

Es kann etwas, muss aber noch bewusst darüber nachdenken.

Und genau auf dieser Stufe bleiben meiner Meinung nach viele Menschen hängen. Nicht nur beim Lernen irgendwelcher Fähigkeiten, sondern auch beim Trading.

Solange alles ruhig läuft, funktionieren die Regeln. Kommen Stress, Ablenkung oder starke Emotionen dazu, wird es plötzlich schwieriger.

Stufe 4: Unbewusst fähig

Heute bindest du deine Schuhe wahrscheinlich ganz anders.

Du kannst dabei reden, aus dem Fenster schauen oder mit jemandem diskutieren.

Und am Ende ist da trotzdem eine Schleife.

Warum?

Weil du nicht mehr darüber nachdenken musst.

Du hast diesen Ablauf so oft wiederholt, dass er automatisiert ist.

Und genau dort möchtest du mit den Dingen hinkommen, die dir wirklich wichtig sind.

Etwas einmal verstanden zu haben, reicht nicht. Und etwas ein paarmal richtig gemacht zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass du es wirklich beherrschst.

Üben. Wiederholen. Wieder üben.

So lange, bis du es auch dann kannst, wenn du abgelenkt bist. Wenn es hektisch wird. Wenn du unter Druck stehst oder gerade nicht deinen besten Tag hast.

Werde unbewusst fähig.


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